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Clara und die HauskätzchenBearbeiten

Diese Geschichte Spielt in der Luchs-Dynastie ab.

 

Prolog

Es raschelte leise, als Honigduft durch das Gebüsch striff. In ihrem Maul baumelten ein zerzauster Sperling und ein magerer Wühler. Spärliche Beute. Diese Blattleere war eine der härtesten, die der Clan je erlebt hatte. Alle hungerten erbärmlich. Und jetzt war zu allem Überfluss auch noch Grüner Husten ausgebrochen. Die junge Eissee hatte alle Pfoten voll zu tun. Honigduft seufzte. Einer ihrer Ältesten war schon gestorben. Es würde nicht mehr lange dauern, bis der Clan aufgeben würde. Plötzlich raschelte es hinter Honigduft im Gebüsch.  Erschrocken fuhr sie herum und prüfte die Luft. Eindringlinge! Honigduft kauerte sich hin, alle ihre Muskeln waren angespannt. Es raschelte noch einmal und Honigduft schleuderte sich in die Luft. Sie spürte langes Fell unter ihren Pfoten als sie landete und biss zu. Ohne zu Zögern zerkratzte sie dem Fremden den Rückenpelz. Dieser jaulte laut auf. Honigduft wollte gerade noch einmal zubeißen, als der fremde Kater laut „Halt“ jaulte. Honigduft hielt mitten in der Bewegung inne. „Was willst du?“, fauchte sie. „Ähh..mit dir reden!?!“ „Mit mir???“, fragte Honigduft erstaunt. „Ja, du bist doch Honigduft, die großartigste Jägerin des ganzen Waldes, die jede Maus, jeden Vogel und jedes Kaninchen fängt, oder?“ Honigduft war so verblüfft, dass sie sich erst einmal setzen musste. „jaja, ich bin Honigduft…“, antwortete sie verdattert. „Na also“, sagte der Kater, „Ich bin übrigens Mike. Ich gehöre zu einer bescheidenen Bande von Hauskatzen. Wir würden uns freuen, wenn eine solch großartige Katze wie du uns beitreten würdest.“ Honigduft war noch verwirrter. „Ich? Aber ich gehöre in den Clan.“ Mike schnurrte und miaute: „Du kannst es dir ja noch überlegen. Wir haben immer genug zu essen. Wir haben es immer warm und wir müssen nicht um unser Leben kämpfen. Etwas Besseres gibt es nicht mehr.“ Er verschwand im Gebüsch und ließ eine sehr verwirrte Honigduft zurück. Dann streckte er jedoch seinen Kopf nochmal hervor: „Pass auf, dass du nicht verhungerst. Tot nützt die beste Jägerin des Waldes dem Clan nicht viel.“ Dann verschwand er endgültig.

Kapitel 1

Farnfell schlüpfte in die Kinderstube. Der warme und milchige Geruch schlug ihm entgegen. Er schüttelte sich den Schnee aus dem langen Fell und tappte zu Mondschein hinüber. „Hallo Farnfell!“, miaute Mondschein. Sie stand auf und begrüßte ihren Gefährten Nase an Nase. Farnfell erschrak wie immer, wenn er sie sah. Mondschein war erschreckend dünn. „Du brauchst mehr zu essen, Mondschein. Die jungen werden ohne dich nicht durchkommen.“ Mondschein schnurrte heiser. „Ich weiß, Farnfell. Aber es gibt ja nicht nur mich im Clan. Ich kann nicht zulassen, dass der Clan wegen mir verhungert. Die Katzen mit Grünem Husten brauchen Beute noch viel dringender als ich.“ Das war es, was Farnfell so an seiner Gefährtin liebte. Mondschein stellte ihren Clan stets an erste Stelle, hielt sich dennoch nicht an Regeln. Er umschlang ihren Schwanz mit seinem. „Ich gehe jagen. Honigduft müsste auch bald zurück sein.“ „darf ich auch mit jagen kommen?“ Farnfell sah zu Mondscheins Pfoten. Lichtjunges war soeben aufgetaucht und lugte neugierig aus dem Nest hervor. „Ich bin die beste Jägerin!“, maunzte sie. "Nein, ich bin die Beste!!!" Wellenjunges hüpfte auf Lichtjunges Rücken und haute ihr mit den Pfote über die Ohren. Lichtjunges ließ sich das natürlich nicht gefallen und kurz darauf war eine wilde Prügelei im gange

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„Du hast getan was du konntest. Du kannst den Tod nicht aufhalten…“

 

Die Blattleere macht dem WildClan ziemlich zu schaffen. Mondschein, die gerade erst ihre Jungen bekommen hat, schlägt sich durch. Als Luchsstern auch noch eine schlimme Prophezeiung bekommt und viele Katzen Husten haben, geht es dem Clan richtig schlecht. Und dann begeht Honigduft den größten Fehler ihres Lebens…