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Kurz vor der Blattleere...

Warum bin ich nicht schon vor der Blattleere gestorben. Jetzt bin ich die einzigste Älteste und muss die Blattleere ertragen. Meine Schwester wurde vor 4 Monden von dem Dachs umgebracht. Vor einem Mond ist Windfell gestorben und ich sterbe sicherlich auch bald. Mein Bruder Luchstern hat ja noch 9 Leben, der stirbt nicht so schnell. Ich merke wie die Kälte immer härter wird. Das Einzige was ich jetzt noch tun kann, ist rumm liegen und die Schüler anmekern. Was nütze ich dem Clan noch...

Mitte Blatleere...

Es ist kalt und es gibt nicht genügend Frischbeute für den ganzen Clan. Es ist nicht die härteste Blattleere für den Clan, aber für mich schon. Ich fühle mich mittler weile wie ein Hauskätzchen, hätte aber nichts dagegen wenn ich in einer warmen Zweibeinerhütte wäre. Luchsstern hat grünen Husten und schon ein Leben verloren. Er wird es sicherlich nicht lange durchhalten, wie ich gehofft hatte. Außerdem leidet er unter dem Schmerz seiner gestorbenen Gefährtin Wolfsohr. Wolfsohr, sie hatte nicht einmal richtiges Clanblut in ihr. Ihr Vater war eine Rudelkatze. Und ausgerechnet mein Bruder bekommt mit ihr Junges. Meine Nichte kommt mich zur Zeit immer wieder besuchen. Wahrscheinlich denkt sie ich würde bald sterben, weil ich nur noch im Ältestenbau rumm liege. Klettenwirbel, unser 2. Anführer, ist einer der Katzen, die für den Clan am meisten tun. Seine Gefährtin Sonnenherz, die Tochter meiner Schwester Mondschein, bekommt in einem Mond ihre Jungen, doch werden sie die Blattleere durchhalten? Das würde ich mir noch wünschen...

Anfang Blattfrische...

Ich habe tatsächlich die Blattleere überstanden. Das hätte ich nie gedacht. Ich bin also doch zäh genug. Sonnenherz' Junges haben die Blattleere auch überstanden und ich war schon da, um sie mir anzusehen. Sie sind wundervoll. Alle Katzen haben die Blattleere überstanden, bis auf eine. Unsere starker Anführer Luchsstern. Er hat während seines grünen Hustens alle seine Leben verloren. Der ganze Clan hat um ihn getrauert, aber er ist jetzt von seinen Qualen erlöst und wandelt jetzt beim SternenClan. Ich denke das werde ich auch bald...

Anfang Blattgrüne...

Es ist schön den Wald wieder erblüht und frisch zu sehen. Ich nehme die meiste Zeit ein Sonnenbad und beteilige mich mehr am Clan Leben, anstatt in meinem Bau zu sein. Ich merke, dass ich immer zerbrechliger werde, lasse mir aber nichts anmerken. Ich geniese meine letzen Tage und sehe leider auch, dass ich manche Sachen in meinem Leben vielleicht nicht gerade gut gemacht habe. 

Mein letzter Tag...

Ich weiß nicht warum, aber mein Gefühl sagt mir einfach, dass heute mein letzter Tag sein wird. Ich wache durch die Strahlen der Sonne auf. Als ich aus dem Ältestenbau krieche, sehe ich den wunderschönen blauen Himmel. Heute ist er irgendwie besonders. Das Clanleben ist schon voll im Gange. Der kleine Braunpfote kommt von seiner Jagdpatrouille zurück, im Maul eine riesige Amsel. Ich beglückwünsche ihm zu seinem grandiosen Fang. Er ist einwenig über meine Freundlichkeit verwundert, nickt aber trotzdem dankend. Schnurrend  gehe ich zum Frischbeutehaufen. Er ist reichlich gefüllt. Ich nehme mir eine Amsel, meine Leibspeise, und lege mich in den kühlen Schatten des Ältestenbaus. Ich geniese den Tag und bin freundlich zu jeder Katze, damit sie mich vielleicht doch  nicht als grummelige Älteste in Erinnerung bahalten. Sogar die Jungen trauen sich jetzt näher an den Ältestenbau und möchten mit mir spielen. Ich merke auf einmal, dass es nicht leicht für mich sein wird zu gehen und den WildClan los zulassen. Es wird Abend und die Abendpatrioulle zieht los. Jeder Katze, die in ihren Bau geht um zu schlafen, wünsche ich eine gute Nacht, doch ich bleibe vor dem Ältestenbau sitzen. Ich glaube, Klettenstern hat gemerkt, dass mir irgendetwas am Herzen liegt. Als er mich frägt, was los seie, frage ich ihn, ob er mit mir zu großen Fels gehen will. Zusammen sitzen wir auf dem Fels und geben uns die Zunge, während wir zu den Sternen blicken. Klettenstern ist erst seit kurzem unser Anführer und ich spüre seine Unsicherheit. Als wir wieder ins Lager gehen, frägt mich der braune Anführer, ob er ein guter Anführer ist. Ich sage ihm, dass er natürlich ein guter Anführer ist, ohne zu zögern. Nachdem ich mich für den Ausflug bei ihm bedanke, lege ich mich in den Ältestenbau. Noch ein letzes Mal spüre ich das gemütliche Moos, dass die Schüler immer sammeln. Das letzte Mal schließe ich die Augen. Ich bin plötzlich auf einer hellen Lichtung. Vor mir ,auf einem Fels, sitz meine Schwester Mondschein. Ich springe zu ihr, erwarte eigentlich das mir sofort die Beine wehtun, aber da ist nichts. Ich fühle mich frei und ohne Sorgen. Mondschein begrüßt mich und gemeinsam gehen wir los. Ich drehe mich noch einmal in die Richtung woher ich gekommen bin. "Ich werde den WildClan vermissen und immer über ihn wachen", flüstere ich leise. Dann folge ich Mondschein zum SternenClan...